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Gua Sha

Eine Methode der Chinesischen Medizin, die in Bewegung bringt

Autorin:
Dorothee Scheiing, Heilpraktikerin, Dipl.-Päd.

Leseprobe aus der Lachesis-Zeitschrift Nr. 45
mit dem Thema: „In Bewegung“

 

Gua Sha ist eine ebenso alte wie einfache Methode der chinesischen Medizin und bedeutet übersetzt so viel wie: Reiben, schaben – Gua und pathologischer Faktor oder auch sandartiger Ausschlag – Sha. Mit dieser Technik wird alles, was den freien Fluss von Energie und Blut, also die Beweglichkeit behindert, an die Oberfläche geholt, damit es ausgeschieden
werden kann. Ihre Anwendung ist so einfach, dass sie kein Studium der chinesischen Medizin erfordert. Sie wird in China in fast jeder Familie praktiziert und dort von Generation zu Generation weitergegeben. Ihr Haupteinsatzgebiet sind, neben der Ausleitung von akuten Wind-Kälte-Infekten, alle Zustände von Schmerzen oder Bewegungseinschränkung, egal ob sie akut oder chronisch sind und unabhängig davon, ob sie durch körperliche oder emotionale Verletzung verursacht wurden.

Am Anfang eines jeden Schmerzes oder Steifheitsgefühls steht immer eine Blockierung des freien Qi-Flusses in den  Meridianen. Dort wo das Qi länger stagniert, können auch die Körperflüssigkeiten nicht mehr fließen und es bildet sich am Ende ein Konglomerat aus Qi, Blut und Ablagerungen im Gewebe.
Die Hauptursache für diesen Zustand ist weniger ein akutes Trauma, als vielmehr ein chronischer Zustand von  muskulärer Anspannung, z.B. aus Angst1 vor körperlicher und/oder emotionaler Verletzung. Diese äußert sich vor allem im Schultergürtel und Nackenbereich, im so genannten Hartspann in den Abwehrzonen an der Körperrückseite. Dadurch will der Körper das Eindringen von Unerwünschtem verhindern, kann aber auch die bereits vorhandenen Ablagerungen nicht mehr ausscheiden. Diese setzen sich aus allem zusammen, was vom Körper nicht assimiliert werden kann, dazu gehören auch nicht verarbeitbare Gefühle und Erlebnisse.
(...)

(Ende der Leseprobe)

Anmerkungen
1 Scheiing, Dorothee: Schmerz ist Ausdruck von Selbstentfremdung. LACHESIS Nr. 34, 2006

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